28. Oktober 2014

Kurz & gut | Dreimal was fürs Auge

Lust auf nen Quickie? Ich rede von Kurz-Reviews. Sorry an alle, die jetzt was anderes im Sinn hatten...! Jedenfalls habe ich in letzter Zeit ein paar Produkte für die Augen ausprobiert und kann meine Gedanken zu den Sachen unmöglich noch eine Minute länger für mich behalten!

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L'Oréal Color Riche L'Ombre Pure in Matte 106 "Breaking Nude", Smoky 305 "Gold Mania"* und Lumiere 500 "Kaki Repstyle"*
Seit September sind neue Lidschatten von L'Oréal im Handel. Verschiedene Finishes und lauter tolle Farben - natürlich musste ich einige davon ausprobieren. Getestet habe ich "Breaking Nude", ein mattes, sehr helles Hellbraun, "Kaki Repstyle", ein aufregendes Dunkelgrün mit Schimmer und "Gold Mania", ein helles, metallisches Gold, das schon allein wegen seiner schönen Pressung auffällt (erinnert ihr Euch an die Lidschatten aus der Catrice spectaculART Kollektion?).
Durch die Gel-to-Powder-Textur sind die Lidschatten unheimlich weich und samtig. Krümeln tun sie trotzdem. Das Schminken hat bei mir am besten funktioniert, wenn ich die Farbe aufs Lid gedrückt habe, egal ob mit dem Pinsel oder mit dem Finger. Andernfalls wurde die Farbe gerne mal etwas fleckig. Insgesamt kann man mit den Lidschatten aber vernünftig arbeiten, sie sind gut pigmentiert, lassen sich schichten und halten mit Primer den Tag über durch.

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Manhattan Eyemazing Liner Precise Eyeliner Pen "Queen of Green"
Die Eyemazing Eyeliner sind in meinen Augen zwar nicht die besten Vertreter ihrer Zunft, aber durchaus solide: Die Haltbarkeit könnte zwar besser sein, aber zumindest sind sie leicht aufzutragen und trocknen nicht so schnell aus. Also habe ich nicht lange überlegt, als ich die Farbe "Queen of Green" in der Drogerie entdeckte (seit knapp zwei Jahren erhältlich, aber hey: ich hab nie behauptet, die schnellste zu sein...). Petrol! Was für eine ausgefallene (und nebenbei bemerkt wunderschöne) Farbe! Besonders zu rötlichen Lidschatten und Kupfertönen sieht sie fabelhaft aus, genau das richtige für den Herbst.
Meine Liebe zu diesem Eyemazing Eyeliner wäre wahrscheinlich ins Unermessliche gewachsen, wenn, ja wenn die Farbe sich nicht ständig auf mein oberes Lid abgestempelt hätte. Und ich habe alle Tricks ausprobiert, um dies zu verhindern - zwecklos! Mit den anderen Farben aus der Reihe passiert das nicht, warum nur hier?
Zu allem Überfluss lässt sich der Eyeliner auch noch sehr schwer entfernen, aber das ist nun egal, ich werde ihn eh nicht mehr benutzen. Leider.

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Maybelline The Colossal Go Extreme! Volum' Express Leather Black*
Ich gebe zu: Hätte ich diese Mascara mit dem viel zu langen Namen nicht zum Testen erhalten, ich hätte sie mir nie gekauft! Die bauchige Verpackung der Volum' Express-Reihe hat mich noch nie angesprochen und von der Formulierung der Maybelline-Mascaras war ich in der Vergangenheit auch kein großer Fan.
Umso größer die Überraschung: Ich finde die Mascara gar nicht schlecht. Ich finde sie sogar richtig gut! Wie man den Namen interpretieren soll, ist mir zwar ein Rätsel (lederne Wimpern? Echt jetzt?), und schwärzer als andere Mascaras kommt mir diese Wimperntusche auch nicht vor. Dafür tut sie was für meine Wimpern, um es mal mit den Worten von Guido zu sagen. Meine Wimpern, im Ausgangszustand kurz und gerade, werden ein bißchen verlängert, ein bißchen verdichtet, ein bißchen gebogen. Alles moderat, aber toll für den Alltag. Denn schon für ein klein wenig Länge, Dichte und Schwung habe ich bislang zwei verschiedene Mascaras und eine Wimpernzange gebraucht...
Weiterhin erwähnenswert: Die Mascara hält bei mir den ganzen Tag, lässt sich aber trotzdem gut entfernen (ich muss allerdings darauf hinweisen, dass ich immer AMU-Entferner für wasserfestes Makeup verwende...)

Was habt ihr in letzter Zeit Neues ausprobiert? Schminke, Essen, Sportarten...mich interessiert alles!
xoxo Katy

*PR-Samples

24. Oktober 2014

City Guide | 5x Berlin: Kunst

City Guide Berlin Banner Teil 2

Es ist ein offenes Geheimnis, dass Berlin im Sommer am allerschönsten ist. Aber auch das restliche Jahr über lohnt sich ein Besuch - schließlich gibt es in der Stadt auch unzählige tolle “Drinnen-Aktivitäten”, die tollsten werde ich Euch nach und nach vorstellen. Persönlichen Vorlieben geschuldet fange ich mit meinen fünf liebsten Kunst-Orten an.

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Eines meiner liebsten Museen ist das Neue Museum (auf der Museumsinsel). Es beherbergt drei Sammlungen, nämlich das Ägyptischen Museum inkl. Papyrussammlung, das Museum für Vor- und Frühgeschichte und die Antikensammlung. Alleine schon wegen meiner geliebten Nofretete und der Präsentation der steinernen Sarkophage komme ich gerne, doch das eigentliche Highlight ist die Architektur: Im Zweiten Weltkrieg wurde das historische Museumsgebäude stark zerstört und musste geschlossen werden. Erst 1999 begann man mit dem Wiederaufbau, 2009 konnte wiedereröffnet werden. Der mit der Restaurierung beauftragte britische Architekt David Chipperfield hat in meinen Augen alles richtig gemacht. Der Bau wirkt heute sehr modern, ohne seine Geschichte zu verleugnen. Es wurde darauf geachtet, so viel alte Substanz wie möglich zu erhalten, und tatsächlich sind überall an den Wänden die Übergänge zwischen Alt und Neu sichtbar. Großartig gemacht!
Neues Museum, Bodestraße 1-3, 10178 Berlin, Homepage.

Ein weiteres Museum, dass ich gerne empfehle, ist die Berlinische Galerie. Ideal, wenn man ein bißchen von allem sehen will und nicht so viel Zeit hat. Das Museum konzentriert sich auf in Berlin entstandene Kunst von 1870 bis heute. In der ständigen Sammlung findet man wunderbare Arbeiten der Berlin Secessionisten (quasi die deutsche Antwort auf den französischen Impressionismus), Dada-Koryphäen und Meisterwerke der Neuen Sachlichkeit. Außerdem zeigt das Haus wechselnde Ausstellungen junger Künstler - so kann man sich nebenbei vorsichtig an die Gegenwartskunst herantasten. Aufpassen: Bis Frühjahr 2015 wird noch saniert!
Berlinische Galerie, Alte Jakobstr. 124-128, 10969 Berlin, Homepage.

Wer Kunst in einem ganz besonderen Umfeld erleben möchte, dem kann ich einen Besuch der Sammlung Boros ans Herz legen. Der Werbefachmann Christian Boros hat in Berlin einen oberirdischen Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg zu einem Privatmuseum ausbauen lassen und präsentiert dort in wechselnden Ausstellungen seine (sehr gute) Sammlung der Gegenwartskunst. Die Arbeiten vor schroffen Betonwänden - eine ziemlich geniale Kombination! Achtung: Besuch nur nach vorheriger Anmeldung.
Sammlung Boros, Reinhardtstr. 20, 10117 Berlin, Homepage.

shot_1335606054726Vorab Tickets sichern kann sich lohnen... Zum Glück gibt es nur selten soo lange Schlagen vor Berliner Museen wie hier während der Gerhard Richter-Retrospektive in der Neuen Nationalgalerie.

Was wenig bekannt ist: Die Bundesrepublik Deutschland sammelt deutsche Kunst. Einen Teil davon kann man im Rahmen von Kunst- und Architekturführungen im Reichstagsgebäude besichtigen. Das lohnt sich ungemein, und gleich aus drei Gründen: 1. gehören beeindruckende (Auftrags)Werke zur Sammlung, u.a. von Hans Haacke, Christian Boltanski und Joseph Beuys. 2. kann man so nebenbei durch den Bundestag spazieren, wo täglich so viele weitreichende Entscheidungen getroffen werden. Und 3. endet die Führung in der Regel mit einem Besuch der Reichstagskuppel; das lange Anstehen vor dem Eingang kann man sich somit sparen. Achtung: Besuch nur nach vorheriger Anmeldung.
Kunst im Deutschen Bundestag, Platz der Republik 1, 11011 Berlin, Homepage.

Mit geschätzten 400 Stück hat Berlin die höchste Galerien-Dichte Deutschlands. Darunter sind eine Menge sehr, sehr guter - viel zu viele, um sie hier zu nennen. Einen besonderen Galerien-Standort möchte ich jedoch herausgreifen: Die Galerie Johann König richtet seit 2013 Ausstellungen in der ehemaligen Kirche St. Agnes aus. Konzeptuelle Kunst im modernen Kirchenraum - manchmal schwierig, manchmal perfect match, immer sehenswert.
Übrigens: Nur Mut beim Betreten einer Galerie. Ich weiß, im ersten Moment mag es komisch sein, weil man meist ganz alleine ist mit dem Galeristen/der Gallerina. Aber keiner erwartet Fachgespräche über Kunst; sagt einfach “Hallo”, schaut Euch um...und wenn ihr genug habt, geht ihr wieder. (Wer mag kann selbstverständlich auch nach Pressetext und Preisliste fragen, mit dem Galeristen fachsimpeln und ihm dann was abkaufen.^^)
Galerie Johann König @ St. Agnes, Alexandrinenstrasse 118-121, 10969 Berlin, Homepage der Galerie.

Bonustip: Man muss gar nicht ins Museum gehen, um in Berlin großartige Kunst zu sehen. Im öffentlichen Raum gibt es etliche Skulpturen zu entdecken. Einen tollen Überblick bietet das Buch “Kunst in der Stadt. Skulpturen in Berlin 1980-2000” von Hans Dickel und Uwe Fleckner, im Internet findet man hier zumindest ein paar Informationen zur Kunst auf den Straßen der Hauptstadt. Meine Favoriten sind übrigens die Skulpturen “Têtes et Queue” von Alexander Calder und “Der Ring” von Norbert Radermacher (beide in der Nähe der Neuen Nationalgalerie) sowie “Large Butterfly” von Henry Moore (vorm Haus der Kulturen der Welt).

hkw“Large Butterfly” von Henry Moore. Im Hintergrund: das Haus der Kulturen der Welt.

An alle Berliner und Berlin-Besucher: Welches ist Euer Lieblingsmuseum? Oder geht ihr generell nicht gerne in Ausstellungen?
xoxo Katy

P.S.: Teil 1 meiner Berlin-Reihe: 5x Essen.

21. Oktober 2014

Megamatt | 3 Lip-Pencils im Vergleich

Als Kind hielt ich die Künstlerlaufbahn für eine erstrebenswerte Karriereoption. Später habe ich erfahren, dass das Künstlerdasein hart und entbehrungsreich ist. Übrig geblieben ist eine Faszination für die Kunst - und die Begeisterung für Kosmetikprodukte in Stiftform.
Kajalstifte kennt man ja, inzwischen kann man auch Teintprodukte, Lidschatten und Lippenstifte ins kosmetische Federmäppchen packen. Als Lippenstift-Junkie haben es mir letztere natürlich besonders angetan. Inzwischen besitze ich drei Varianten, die sich sehr ähneln. Da drängt sich ein Vergleich doch förmlich auf!

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Mein erster Lippen-Stift war der NARS Velvet Matte Lip Pencil in Red Square, ein kräftiges Orangerot. Das Finish ist matt, so richtig matt. Erwartungsgemäß wird das Tragegefühl davon etwas beeinträchtigt, abends ist also eine Extraportion Pflege fällig. Dafür lässt sich der Lip Pencil unkompliziert auftragen, hat eine hohe Deckkraft und hält locker sechs Stunden, wenn nicht gerade fettiges Essen auf dem Speiseplan steht. Außerdem ist er in sensationellen 21 Farben erhältlich, von Nude bis zum tiefsten Violet ist alles dabei. Ein großer Nachteil: In Deutschland ist NARS nur online und auch dort nur sehr eingeschränkt erhältlich. Ein weiteres Minus ist der Preis: 25 Euro muss man für die Lip Pencils (2,4g) schon rechnen...

Unschwer zu erkennen: Die Art Sticks von Bobbi Brown sind die Jumbos unter den Lip Pencils. Für rund 28 Euro bekommt man mehr als die doppelte Menge eines NARS Pencils (5,6g) - und der passende Riesen-Spitzer wird zum Glück auch gleich mitgeliefert. Erhältlich ist der Art Stick in acht Farben, ich besitze Dusty Rose und Electric Pink.
Die Art Sticks sind eher cremig und lassen sich dadurch sehr einfach auftragen. Für einen matten Lippenstift trocknen sie erstaunlich wenig aus, so dass man sie ohne Probleme tagelang durchtragen kann. Die Haltbarkeit empfinde ich als sehr gut, selbst Essen übersteht die Farbe.

Der Maybelline Color Drama Intense Velvet Lip Pencil ist mit einem Preis von 6,35 Euro mit Abstand der günstigste Kandidat in der Runde. Wie auch bei Bobbi Brown gibt es acht verschiedene Farbtöne. Ich besitze die Farbe Red Essential, ein dunkles Rot. Der Stift ist sehr cremig und stark pigmentiert. Er lässt sich gut auftragen, verläuft aber etwas an den Rändern. Ein Lipliner drunter kann also nicht schaden. Die Haltbarkeit ist gut, mit NARS vergleichbar, das Tragegefühl ist ebenfalls angenehm. Dieser Lip Pencil kann absolut mit der teureren Konkurrenz mithalten.

bearb_IMG_4004Mehr Faulheit geht nicht: Das Kombi-Tragefoto mit allen drei Farben auf einmal.

Fazit: Die drei Lip Pencils sind allesamt gute, ja sogar sehr gute Produkte. Und alle haben ihre Vorzüge: Die Bobbi Brown Art Sticks überzeugen mit dem angenehmsten Tragegefühl, NARS bietet eine unübertroffene Farbrange und Maybelline das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Wahl muss jeder selber treffen, je nachdem, welcher dieser Punkte einem am wichtigsten ist. Richtig daneben liegt man in keinem Fall. 

Habt ihr einen der Lip Pencils (oder ein ähnliches Produkt einer anderen Marke) ausprobiert? Wart ihr zufrieden? Und welche Farbe(n) besitzt ihr?
xoxo Katy

15. Oktober 2014

Charlotte Tilbury für Arme

Die Welt der Beautyblogs ist manchmal so grausam! Ständig begegnen mir in letzter Zeit die Produkte von Charlotte Tilbury. Diese goldene, madamige Verpackung ist eigentlich gar nicht mein Fall, aber steter Tropfen höhlt den Schein...inzwischen will ich die Sachen auch! Am besten gleich ein ganzes Set.

Charlotte Tilbury hat verschiedene Sets für unterschiedliche Looks zusammengestellt, und wenn ich gerade 170 € zu viel hätte, würde ich mir The Ingénue bestellen.

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Leider habe ich gerade kein Geld über wann hat man das schonmal?, und 170 Tacken schon mal grad gar nicht. Um nicht in einer schwachen Minute doch noch auf den Bestell-Button zu klicken, habe ich das Set "nachgebaut", mit Produkten, die ich bereits besitze.

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Aus meiner Sammlung: Ein rosiges Blush von Artdeco, Mascara von Lancôme, ein schimmernder Eyeshadow Stick von Manhattan, brauner Kajal von Artdeco, rosenholzfarbener Lipliner von essence, rosenholzfarbenes Lipgloss von Catrice und ein passender Lippenstift von The Body Shop. Das Makeup-Täschchen ist schon älter und stammt von Forever21.

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Genau wie von Charlotte empfohlen habe ich

  • Lidschatten über das ganze Lid verteilt und mit den Fingern verblendet,
  • die Augen eng am Wimpernkranz mit dunkelbraunem Kajal umrandet und die Wimpern getuscht,
  • die Lippen mit dem Lipliner nachgezogen und mit Lippenstift und Lipgloss ausgefüllt
  • und schließlich mit etwas Blush die Wangen betont.

Hier das fertige Ergebnis...

Happy Face Collage

Das Tilbury-Set mit Produkten aus meinem Bestand zu kopieren hat total viel Spaß gemacht. Ist immerhin auch mal ziemlich nett, in der eigenen Sammlung auf Shoppingtour zu gehen. Und die Sehnsucht nach dem real thing ist gleich viel schwächer geworden. Sicher sind die Sachen von Charlotte Tilbury qualitativ nochmal deutlich besser, aber seien wir mal ehrlich: Sooo viel anders sähe der Look mit den Original-Produkten geschminkt auch nicht aus, ist ja schließlich ein mega-natürliches Alltagsmakeup.  

Falls ihr die Makeup-Items von Charlotte Tilbury näher ansehen wollt, kann ich Euch die Beiträge auf Der blasse Schimmer und Magimania ans Herz legen.

Und wie sieht's bei Euch aus? Gebt ihr Euren Wünschen immer nach, oder könnt ihr Euch hin und wieder auch zurückhalten? Welche Marken oder Produkte stehen momentan auf Eurer Wunschliste?
xoxo, Katy 

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